Donnerstag, 27. September 2012

Flug von Singapur nach Auckland

Um 6:38 Uhr Ortszeit erfolgt die Landung in Singapur. Der Flughafen ist gewaltig groß, sehr schön gestaltet und mit vielen kostenlosen Extras ausgestattet (EWLAN, Surf-Stationen, Ladestationen fuer mobile Endgeraete, hochmoderne Toiletten).
Nach zwei Stunden Wartezeit geht es weiter nach Auckland. Obwohl die Airline dieselbe ist, spuert man doch einige Unterschiede. Statt in lustigem Deutsch und Englisch kommen die Durchsagen nun nur noch in lustigem Englisch. Die Passagiere werden nicht geordnet aufgerufen und somit schiebt sich ein Pulk relativ unkoordiniert ins Flugzeug.
Das Entertainment-System im Flugzeug ist deutlich kleiner (ca. so groß wie zwei Smartphone-Displays) und hat einen so schlechten Kontrast, dass die meisten Filme hauptsaechlich verschwommen oder kaum wahrgenommen werden konnten. Das ist mir aber egal, da ich eh ziemlich geschafft bin und innerlich nur hoffe, die naechsten 9 Stunden Flug auch irgendwie zu überstehen.
Neben mir sitzt Nadisha, eine junge Buddhistin aus Sri Lanka. Sie muss für die Reise 4000 NZD extra bezahlen, weil sie sonst kein Visum bekommen hätte. Scheinbar hat man als Einwohner Sri Lankas nicht nur mit Koprruption sondern auch stark eingeschraenkten Reisemoeglichkeiten zu kaempfen. Sie tut mir leid - auch schon deswegen, weil sie die gesamte Zeit ueber trotz Decke friert - bei Außentemperaturen von -52 Grad Celsius kann es in Fensternähe schon einmal kalt werden.
 Ziemlich erschöpft um 22:30 Uhr in Auckland angekommen, gibt es etliche Passkontrollen. Auch das Gepäck wird genau überprüft. Da ich Wanderschuhe und etwas Wurst dabei habe, werde ich zur Bio-Security überwiesen.
Nach 30 Minuten Wartens bin ich dran. Meine Schuhe sind ok, aber die Wurst bietet scheinbar Grund zur Sorge. Nach langem Diskutieren darf ich das Bifi-Imitat vom Aldi behalten und muss die Feinschmeckerwurst aus dem REWE für die Vernichtung hergeben. Angeblich könnten die im Fleisch enthaltene Tiermedizin fuer die Umwelt schädlich sein...
Das gesamte Gepäck "frei" in der Hand bin ich nun (um 0:45 Uhr) endlich frei und verlasse den Flughafen erst mit dem Bus und dann mit dem Taxi (dessen Fahrer sich ueber Aucklands stagnierende Wirtschaft beschwert). Das Hostel erreiche ich um 1:30 Uhr Ortszeit.
An der Hosteltür haengt ein Zettel mit meinem Namen und der Türkombination - das nenne ich Vertrauen! Nach einer sehr angenehmen aber ungewöhnlichen Dusche (es gibt nur Sitzduschen) falle ich erleichtert in mein Einzelzimmerbett.

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