Montag, 12. November 2012

Warten in Nelson

Ich schlafe aus, fruehstuecke und kuemmere mich dann um Reisemoeglichkeiten in den Sueden der Suedinsel. Alle Verbindungen existieren genau um 7:00 Uhr - egal in welche Richtung. Ich gehe in die Stadt, kaufe einen Buspass, der mich verguenstigt bis nach Queenstown bringt, mache eine Mittagspause im Hostel und gehe dann wieder in die Stadt.
Blick in die Innenstadt von Nelson.
Eigentlich moechte ich das "geographische Zentrum von NZ" besuchen, aber den Weg dorthin scheint niemand zu kennen. Ausserdem ist der Himmel verdaechtig grau und so setze ich mich fuer 3 Stunden in ein Internetcafe, waehrend es draussen sintflutartig giesst.
Wieder im Hostel spiele ich mit einer ziemlich internationalen Truppe (2 Japanerinnen, eine Chinesin, 1 Argentinerin und 1 Uruguayaner) Jenga und unterhalte mich mit ihnen ueber kulturelle Besonderheiten. Da sich jedoch die meisten mit Englisch sehr schwer tun, gehen wir relativ frueh schlafen.

Sonntag, 11. November 2012

Abel Tasman Track - Wandern

Wir werden von den frueh Fruehstueckenden geweckt und stehen auf, um in der kleinen Kueche ein ausgiebiges Fruehstueck zu uns zu nehmen. Dann setzen wir mit dem Motorboot an den Strand ueber und wandern von dort mit Kerstin, Christin und Florentine den Abel Tasman Track.
Der Weg ist sehr breit und so einfach, dass es fast langweilig ist. Trotzdem gibt es immer wieder schoene Aussichten auf kleine Straende und die umliegende Landschaft. Wir machen an einigen der Buchten Halt und bestaunen die Umgebung.



Zwischendurch belohnt der einfache Weg mit tollen Blicken auf kleine Straende.
Wanderschuhe waeren voellig ueber das Ziel hinaus geschossen und so laufen die Damen in Sandalen und Ballerinas. Wir besuchen ein paar ausgewiesene Aussichtspunkte und kleinere Straende. Das Wetter ist an sich schoen, aber nicht gut genug fuer Kerstin und Christin, denen es erst zu kalt, dann zu verregnet (es nieselte kurz) und dann zu feucht ist. (...) Weil ich mich etwas unterfordert fuehle, schnappe ich mir alternierend die Rucksaecke der anderen.
Rike, ich, Florentine, Christin und Kerstin.
Das Ende des beruehmten Abel-Tasman-Tracks.
Als wir Murahau erreichen, besuchen wir ein kleines Cafe und fahren dann mit dem Auto der Maedels zurueck nach Nelson. Im Hostel stuerze ich mich hungrig auf ein einfaches Abendessen und lerne im Wohnzimmer Laura (19 J., Deutschland) und Peter (23 J., Schweiz) kennen, mit denen ich lange Jenga spiele und bis in die Nacht quatsche.

Samstag, 10. November 2012

Abel Tasman Track - Kajak

Wir werden morgens um 6:50 Uhr vom Veranstalter abgeholt und lauschen im Bus den beschaulichen Klaengen von Metallica. In Marahau werden wir mit dem Wassertaxi nach Onetahuti gebracht. Dort bekommen wir unsere Ausruestung und die Kajaks zugewiesen. Nach einer kurzen Einweisung steigen Rike und ich in unser Doppelkajak und paddeln mit der Gruppe los.
Reisevorbereitungen: Rettungswesten anprobieren und cool schauen. :-)
Es wird ernst: Materialvergabe und Einweisung.
Kurz nach dem Start entdecken wir schon 4 Blaupinguine, die gemuetlich durch das Meer schwimmen. Anschliessend umkreisen wir Tonga Island, wo sich viele Robben faul in der Sonne waelzen. Eine der Robben plantscht genuesslich in Ufernaehe und laesst sich auch von unserem Kajak nicht beirren.
Man muss etwas genauer hinsehen, um die 2 Robben von den Steinen unterscheiden zu koennen.

Wir ueben ein wenig das Navigieren zwischen Steinen an der Kueste entlang und machen eine Pause an der Mosquito Bay, wo unser Guide (und Pausenclown) Kuchen, warme Getraenke und Sandwiches verteilt. Wir lauschen einer spannenden, schauspielerisch untermalten Erzaehlung ueber die Landung von Abel Tasman, geniessen die Zeit am Strand und fahren dann wieder los.
Der Guide laesst uns dicht nebeneinander paddeln. Dann halten wir jeweils die Kajaks der Nachbarn fest und binden eine Folie an zwei Paddel. Waehrend hinten die Jungs die praeparierten Paddel hochhalten, klammern sich vorne die Maedels an das Tuch. Mit dem so geformten Segel gleiten wir ein gutes Stueck an den Buchten entlang.
Segeln einmal anders...


Unser Guide, Busfahrer und Entertainer.
Dann paddelt jeder wieder fuer sich an zwischen den Steinen der Kueste entlang, bis wir an der Torrent Bay (bei Anchorage) Halt machen, uns entspannen und die Ausruestung wieder zurueck geben. Als das Wassertaxi kommt, um die Touristen wieder nach Marahau zu bringen, folgen wir einfach der Gruppe und fahren zurueck zum Ausgangspunkt, wo wir in einen stark beheizten Bus steigen.
Da wir uns fragen, wo denn nun unsere waessrige Unterkunft sein soll, geben wir diese Frage an den Busfahrer/Guide weiter. Dieser haelt sofort an und schaut uns unglaeubig an: wir haetten beim letzten Strand bleiben muessen und uns von einem anderen Boot abholen lassen muessen. Das wussten wir aber nicht und es hatte uns auch niemand gesagt! Nach einigen hektischen Telefonaten teilt er uns mit, dass wir exklusiv abgeholt werden. Wir setzen uns noch immer baff an den Steg, essen Kekse, warten und versuchen die Lage mit Humor zu nehmen. Nach ca. 30 Minuten kommt ein kleines Motorboot, das uns fuer 35 NZD wieder zur Bucht von Anchorage bringt - diesmal aber direkt zum Hausboot.
Unser Skipper auf dem Weg zum Hausboot.
Dort sind bereits ca. 20 andere Touristen mit denen wir uns locker unterhalten. Dann bereitet unser Privatskipper das Barbecue zu und das allgemeine Interesse verlagert sich auf das einfache, aber leckere Buffet. Das Fleisch schmeckt koestlich, die Wuersten sind (wie bislang immer in NZ) gewoehnungsbeduerftig weich/gummiartig.
Alle warten gespannt auf das BBQ.
Christin und Kerstin.

Wir lernen Christin (26 J.), Kerstin (25 J.) und Florentine (20 J.) aus Deutschland kennen und reden entspannt, bis die Nacht hereinbricht und wir in den engen Kajueten schlafen gehen.
Kulturelle Randnotiz: waehrend Rike und ich so leise wie moeglich den Raum betreten und nur das Smartphone als Belichtung benutzen, kommen kurz darauf die Englaender laut redend in den Raum, machen das Licht an und lassen es brennen waehrend sie im Bad sind und beschweren sich lautstark ueber ihre Betten.

Freitag, 9. November 2012

Fahrt nach Nelson

Ich schlafe aus, habe nach langer Zeit das Glueck, mit Bine zu skypen und fruehstuecke dann gemuetlich. Ich habe noch Zeit und versuche (fast erfolglos) Elisa das Diabolo-Spielen beizubringen. Wir vergessen etwas die Zeit und so haste ich mit meinen Taschen zur Bushaltestelle in der Innenstadt. Beim Austauschen der Adressdaten stelle ich fest, dass ich mein Smartphone im Hostel vergessen habe. Zum Glueck muss Elisa eh noch einmal dorthin, bevor auch sie nach Nelson faehrt und so verabreden wir uns fuer eine Uebergabe.
Die Fahrt in dem kleinen Bus verlaeuft relativ unspektakulaer. In Nelson angekommen, werde ich von der Hostelmanagerin abgeholt und treffe im Hostel auf Rike. Wir planen unseren Ausflug zum Abel Tasman Nationalpark (inklusive Uebernachtung auf einem Hausboot) und dann gehe ich in die Innenstadt, um mich mit Elisa zu treffen und mein Smartphone wieder zu bekommen.
Sie hat ihre Freundin Steffi (18J., Deutschland) dabei und wir beschliessen, gemeinsam essen zu gehen. In einem indischen Restaurant finden wir eine sehr lustige Bedienung vor, die unsere Bestellungen durcheinander bringt. Das Essen ist koestlich, die Stimmung gut und so frage ich beim Bezahlen aus Spass, ob es in diesem Restaurant eine Karaokebox gibt. Die Managerin reagiert augenblicklich, ruft verschiedene Pubs an und malt mir triumphierend eine Wegbeschreibung zu einem der Pubs auf.
Ich ueberrede die Maedels, einfach mal dorthin zu gehen und so finden wir uns kurze Zeit spaeter in einem etwas herunter gekommenen NZ-typischen Pub wieder, der gerade etwas duerftig besucht ist. Ich gewinne Steffi fuer einen Tanz vor der Karaokebuehne und suche dann mit ihr nach einem singbaren Titel, waehrend Elisa verstoert die teilweise gut angetrunkenen SaaengerInnen beobachtet. Die Songauswahl ist nicht so berauschend und so entscheiden wir uns fuer "Stand By Me". Nach dieser etwas peinlichen Aktion verlassen wir das Lokal und werden mit grossem Hallo vom Pub verabschiedet, bevor sich jeder in sein jeweiliges Hostel zurueckzieht.

Queen Charlotte Track - Tag 3

Da die Zeiten bislang sehr grosszuegig geschaetzt wurden, beschliesse ich auszuschlafen. Ich bemerke aber, wie die Finninnen um 7:00 Uhr das Hostel verlassen. Ich fruehstuecke kurz, bringe mein Gepaeck zu den Managern und gehe ebenfalls um 8:50 Uhr los, um den letzten Abschnitt des Queen Charlotte Tracks abzuschliessen.

Diesmal brennt die Sonne an einem wolkenlosen Tag und so genuegt mir ein einfaches T-Shirt als Bekleidung. Da ich mich vom Strand der Bucht ueber den Kamm des Berges arbeiten muss, ist der Weg durchgehend anstrengend, wenngleich ich auch mit wunderschoenen Aussichten auf die Queen Charlotte Sounds belohnt werde. Doch kaum bin ich auf dem Kamm angekommen, muss ich auch wieder hinab. Dieses Spiel wiederholt sich ca. viermal, bis es irgendwann auf laengere Distanz nur noch bergab geht.
 
Um 11:30 Uhr habe ich die Finninnen eingeholt. Der Rest des Weges fuehrt am Strand entlang, an kleinen Wasserfaellen vorbei und endet vor einer Schule fuer Wassersport.
Ich schaue auf die Uhr (12:50 Uhr) und stelle fest, dass ich die 8-Stunden-Wanderung in 4 Stunden erledigt habe. Nach einem kurzen Anflug von Euphorie kommt die Ernuechterung: ich muss an diesem Punkt (ein kleines Dorf namens Anakiwa) 3 Stunden warten, bis mich das Wassertaxi abholen kommt. Ich lege mich fuer eine Stunde in die pralle Sonne und sitze danach geduldig vor einer Art Strandimbiss die verbleibende Zeit ab, bis die restlichen Wanderer kommen (ich werde oft angesprochen, warum ich denn so gerannt sei) und mich das Wassertaxi wieder nach Picton bringt.
Mit dieser MTB-Fahrerin warte ich auf das Wassertaxi.
Dort checke ich in einem kleinen Hostel ein, das etwas abgelegen ist und neben mir an diesem Abend zwei weitere Gaeste beherbergt. Einer davon ist Elisa und so gehe ich mit ihr einkaufen, damit wir gemeinsam etwas kochen koennen. Der Hostelbesitzer ist sehr alternativ und entspannt (es gibt einen kostenlos verfuegbaren Kraeutergarten, Instrumente und Jonglierzubehoer und ich darf meine Schmutzwaesche einfach zur restlichen Waesche des Hostels schmeissen).
Wir verbringen den Abend mit einer kleinen Weinverkostung und netten Gespraechen vor dem Kamin. Ich geniesse die Ruhe und sitze bis 1:00 Uhr vor dem Feuer, bevor ich mich (als einziger im 4-Bett-Zimmer) schlafen lege.

Donnerstag, 8. November 2012

Queen Charlotte Track - Tag 2

Nach einem kurzen Fruehstueck werde ich herzlich von Noelline (und Tappins) verabschiedet. Ich verstaue mein Gepaeck wieder am Steg und ziehe los. Der Anfang des Weges ist wieder steil, bis ich mich wieder auf den eigentlichen Pfad emporgearbeitet habe.
Noelline und Tappins.
Auf diesem Steg wartet mein gesamtes Reisegepaeck auf das Wassertaxi.
Wieder auf dem Hauptpfad, verraet mir das Schild, dass meine heutige Tagestour 9 Stunden dauern soll, also greife ich prompt mein Tempo von gestern wieder auf. Diesmal fuehrt der Weg am Hang/kurz unter dem Kamm des Berges entlang. Die fantastischen Aussichten auf den Ozean und die Berge machen das staendige Auf und Ab des Weges wieder wett. Unterwegs treffe ich auf insgesamt 8 Menschen, von denen zwei Frauen (aus Finnland) sogar Handschuhe tragen, waehrend ich nur im T-Shirt herumlaufe.
Dieser und andere Wekas lauern am Wegesrand, bis ein ahnungsloser Wanderer direkt an ihnen vorbei laeuft. Dann laufen sie laut schreiend davon.  Ich nenne sie jetzt nur noch "Heart-Attack Birds".

Ich laufe den Weg zwischen verschiedenen Waldabschnitten entlang und mache kurz Halt, als ich ein vertrautes Geraeusch hoere: mein Smartphone hat nach ueber 1,5 Tagen Abstinenz wieder Empfang! Ein paar E-Mails und sogar einen Anruf von Rike (was fuer ein Zufall!) spaeter, geht es weiter. Ich verliere jegliches Gefuehl fuer Weg und Zeit und laufe gedankenverloren den Kamm entlang, waehrend ich den Blick auf Picton geniesse.
Der Weg wird flacher und ich spuere, wie mir der stetige Abstieg in die Knie geht.
Dann entdecke ich ueberrascht ein Schild mit dem Namen meiner Unterkunft - das waren gerade mal 5 Stunden! Die Unterkunft besteht aus einer kleinen, aber perfekt (fast schon pedantisch) aufgeraeumten und organisierten Wohnung mit Ausblick auf das Meer.
Ausblick von meiner Unterkunft auf die Bucht "Portage Bay".
Mein Gepaeck wurde freundlicherweise bereits vom Steg abgeholt und steht in meinem Schlafzimmer neben dem Doppelbett. Ich bin noch fit und setze mich fuer 1,5 Stunden an einen kleinen Strand. Spaeter wieder in der Wohnung angekommen, treffe ich auf die zwei Finninnen, die fuer dieselbe Strecke 7,5 Stunden benoetigt haben. Ich koche mir ein paar Nudeln, sehe live Obamas Abschlussrede und schreibe in mein Tagebuch, waehrend sich die Damen bereits mit der einzigen Heizung in ihr Zimmer verzogen haben und mit lauten Schnarchgeraeuschen seelige Zufriedenheit aeussern (ich musste trotz separatem Raum den Fernseher lauter drehen).

Mittwoch, 7. November 2012

Queen Charlotte Track - Tag 1

Nachdem mich der Wecker um 5:45 Uhr aus dem leichten Schlaf gerissen hat, schleiche ich mich mit allen Sachen aus dem Zimmer, packe meine Rucksaecke und meinen Beutel mit Nahrung und laufe so - schwer bepackt - vom Hostel zum Hafen.
Ein Wassertaxi bringt mein Gepaeck, mich und 7 weitere Personen von Picton zum "Ship Cove" - einer Bucht, nordoestlich von Picton, die den Start des 70,5 km langen Queen Charlotte Tracks markiert.
Der Skipper des Motorboots heizt ueber die Wellen und so betrachte ich aus dem schaukelnden und springendem Boot die wunderschoenen Berge der 10 Buchten bis wir anlegen.
Nach einem kurzen, aber steilen Anstieg wird der Weg recht einfach. Einzig die stellenweise auftretenden Schlammpfuetzen stellen Hindernisse dar. Die Aussicht auf die fjordaehnlichen Buchten, das von oben ruhig wirkende, tuerkisblaue Meer und die mit Palmen und Farnen gespickten Berge ist wunderschoen.

Die Farbe des Meers varriiert in Ufernaehe in interessanten Blau-Gruen-Tuerkismischungen.
Ich habe gute Laune und schreite bald etwas schneller voran, sodass ich alle anderen Mitreisenden und sonstigen Wanderer bald hinter mir lasse. Auch diejenigen, die sich mit dem Boot etwas naeher zum Ziel bringen lassen, ueberhole ich freundlich gruessend und verbringe die naechsten Stunden vollkommen allein auf dem Weg, dessen Verlauf zwischen einem Berg und dem kuestennahen Flachland alterniert.
Ab und zu passiere ich Privatgelaende und frage mich dabei, wie Menschen (freiwillig?) so abgeschieden leben koennen. Ich mache nur kurze Pausen, ernaehre mich von Bierwurst, Aepfeln und Keksen und lege den restlichen Weg ebenfalls in einer etwas hoeheren Geschwindigkeit zurueck.
Das Wetter ist angenehm sonnig - im Boden und in den Pflanzen ist die gestrige Regennacht jedoch noch praesent, sodass viele Wegstellen sehr matschig sind.
Nachdem ich vor 5 Stunden von "Ship Cove" gestartet bin, gibt es endlich ein  Schild am Wegesrand.
Nach fuenf Stunden finde ich erste Hinweise auf meine Unterkunft "Noelline's". Ich laufe erst durch dichtes Geast und gelange dann auf einen Strand mit kleinem Steg. Auf diesem Steg liegt, nur unter einer Plane verborgen, mein grosser, schwerer Rucksack (ca. 15kg) und mein Beutel mit Nahrung (ca. 9kg). Ich schleppe alles (mein Tagesrucksack ist auch noch gut gefuellt) einen engen, steilen Pfad hinauf und finde (leicht erschoepft) eine kleine Holzhuette an einem Hang vor. Das ist meine Unterkunft!
Meine Unterkunft: Noellines kleine Huette am Hang.
Ausblick von Noellines Balkon - mit der Aussicht laesst es sich leben...
Nachdem ich klopfe, oeffnet mir die 86jaehrige Noelline die Tuer. Sie ist verwundert, da sie heute gar nicht mit einem Gast gerechnet hat, bittet mich aber freundlich herein. Sie kredenzt mir Tee und leckeres Gebaeck und erzaehlt mir, dass sie vermutlich nichts von mir weiss, weil sie mit ihrem neuen Anrufbeantworter nicht zurecht kommt. Ich erklaere ihr (auch schriftlich) wie sie ihre Voicemails abrufen kann, lasse mir die kleine, aber sehr ordentliche Huette zeigen und will mich kurz ausruhen.
Noellines Kueche.
Aus "kurz ausruhen" wird ein 2-Stunden-Schlaf. Wieder in der Kueche laechelt Noelline mich an - das passiere jedes Mal, sagt sie verschmitzt und krault ihre Hundedame Tappins.
Wir kochen und schauen gemeinsam beim Essen TV, waehrend im Kachelofen ein Feuer alles kuschelig warm macht. Waehrend der unglaublich vielen Werbepausen erzaehlt mir Noelline, dass sie in dieser Huette bereits seit 30 Jahren wohnt und ihrem Alter zum Trotz sehr oft alleine (!) verreist; sie hat bereits ueber 60 Staaten bereist.
Gegen Mitternacht bin ich muede genug fuer das Bett - ich habe heute immerhin eine 8-9 Stunden-Wanderung in 6 Stunden absolviert. Vor dem Einschlafen bringt mir Noelline noch eine Waermflasche ans Bett - also so kann man es aushalten... :-)